Österreichische Beteiligung in europäischen Projekten

Auch im Bereich Nanotechnologien und Nanowissenschaften, wissensbasierte multifunktionale Werkstoffe und neue Produktionsverfahren und -anlagen (NMP) des 6. bzw. 7 EU- Rahmenprogramms sind österreichische ForscherInnen aktiv und gut positioniert.

Der österreichische Rückfluss betrug im 6. EU-Rahmenprogramm in Summe € 39,8 Mio. Der Anteil für den Themenbereich "Nanotechnologien und Nanowissenschaften" betrug ca. 34% (€ 13,6 Mio).

Projekte mit österreichischer Beteiligung sind z.B. Projekt DIPNA, NANOCAP (6. Rahmenprogramm) bzw. MARINA und NanoLyse (7. Rahmenprogramm).

In der Spalte rechts finden Sie eine Zusammenfassung der Forschungsprojekte über Nanosicherheit der EU (NanoSafetyCluster 2014).

Rahmenwerk für die Sicherheitsabschätzung von Nanomaterialien - Endbericht des EU-Projektes NANoREG

Nanomaterialien haben viele besondere Eigenschaften, die sich nutzbringend in neuartigen Produkten und Anwendungen einsetzen lassen. Doch sie müssen auch sicher sein für Umwelt und Gesundheit. Die Sicherheitsabschätzung stellt sowohl Behörden als auch die Industrie noch vor große Herausforderungen.

Im Rahmen des EU-geförderten Projektes "NANoREG - A common European Approach to the regulatory testing of nanomaterials" (Laufzeit 3/2013 - 2/2017), an dem eine Vielzahl von internationalen Wissenschaftlerinnen, darunter auch aus Österreich, beteiligt waren, wurde ein umfassendes Rahmenwerk zur Abschätzung der Sicherheit für Umwelt und Gesundheit (EHS) mit Fokus auf die Regulierung unter REACH erarbeitet. Das übergeordnete Ziel des Projektes war die Unterstützung von Regulierungsbehörden und der Industrie im Umgang mit EHS-Belangen von synthetisch hergestellten Nanomaterialien.

Besonderes Augenmerk lag dabei auf drei zukunftsweisende Strategien - "Safe by Design" (SbD), "Lebenszyklusanalyse" (LCA) und dem "nanospezifischen Zugang zu Priorisierung und Risikoabschätzung" (NanoRA). Diese Strategien müssen weiterentwickelt, getestet und debattiert werden, bevor eine Entscheidung darüber gefällt werden kann, inwieweit diese für REACH relevant sind und wie diese sowohl im regulatorischen Bereich als auch in der Industrie umgesetzt werden können.

Das Rahmenwerk gibt konkrete und praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Behörden und Industrie für den Umgang mit Nanomaterialien im legislativen Kontext. Ebenso werden bestehende Probleme und Lösungsmöglichkeiten in Form verfügbarer Leitlinien (z.B. veröffentlicht durch die ECHA oder die OECD) oder aus der wissenschaftlichen Literatur aufgezeigt. Eine Liste von "Take-home Messages" fasst die wichtigsten Informationen kurz zusammen. Im Rahmen des Projektes wurde auch eine "Toolbox" zusammengestellt, die nützliche Hilfsmittel, wie Anleitungen, Leitlinien oder entwickelte Modelle, die zum Download im Internet zur Verfügung stehen, enthält.

Das Fortsetzungsprojekt NANoREG 2 (Laufzeit bis 31.8.2018) beschäftigt sich eingehend mit dem "Safe-by-Design"-Konzept, das als Grundpfeiler bei der Entwicklung und Kommerzialisierung von synthetischen Nanomaterialien und "Nano-Produkten" etabliert werden soll. Dazu sollen Strategien zur Kategorisierung bzw. "Grouping" und zur Testung von Nanomaterialien entwickelt werden. Das Projekt wird durch Fallstudien aus der Industrie unterstützt.

EU-Projekte im 6. Rahmenprogramm

Dieses NanoTrust Dossier Nr. 5 (Mai 2008) gibt einen Überblick über EU-Projekte im 6. Rahmenprogramm (inkl. DIPNA, NANOCAP)

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EU-Projekte im 7. Rahmenprogramm

Dieses NanoTrust Dossier Nr. 30 (April 2012) gibt einen Überblick über EU-Projekte im 7. Rahmenprogramm (inkl. MARINA, NanoLyse)

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NanoSafetyCluster 2014

NANoREG

A common European approach to the regulatory testing of nanomaterials

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NANoREG framework for the safety assessment of nanomaterials

Gottardo et al. (2017), Joint Research Center (JRC), European Union

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NANoREG 2

Projektwebsite

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