"Better control of nanomaterials" - Endbericht des Projekts der dänischen "Environmental Protection Agency" (EPA)

Die seit 2012 laufende Initiative hatte ihren Schwerpunkt im dänischen Verbraucher- und Umweltschutz und führte zur Etablierung eines Produktregisters. Die Ergebnisse des Projekts wurden in 30 umfangreichen und umfassenden Einzelberichten veröffentlicht und geben einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zu den Risiken von Nanomaterialien.

Die Ergebnisse des Projekts in Kürze:

  • Nanomaterialien, die in Konsumprodukten fest eingebunden in einer Matrix vorliegen, stellen sehr wahrscheinlich kein Risiko dar.
  • Bei Nanomaterialien, die in Flüssigkeiten oder pulverförmigen Produkten verwendet werden, besteht die Möglichkeit eines Hautkontakts. Das Risiko von Hautschädigungen oder eine Aufnahme durch die Haut ist jedoch sehr eingeschränkt. Nach derzeitigem Kenntnisstand stellen Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln kein Risiko dar.
  • Risiken durch Nanomaterialien sind möglich, wenn diese eingeatmet werden. Etwa wenn Farbe ohne Schutzausrüstung aufgesprüht wird oder wenn fest Produkte mechanisch bearbeitet werden (z.B. Bohren, Schleifen) und dadurch Staub entsteht.
  • Ein Risiko durch Nanomaterialien, die als Lebensmittelzusatzstoffe eingesetzt werden, kann nicht völlig ausgeschlossen werden. Diese Materialien werden derzeit von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) überprüft.
  • Kein signifikantes Risiko durch Nanomaterialien sieht die dänische EPA derzeit für Süßwasser-Ökosysteme. Allerdings liegt möglicherweise ein lokales Umweltrisiko für jene Flussabschnitte vor, in denen die Abwässer von Kläranlagen eingebracht werden.
  • Aufgrund fehlender Informationen konnte das Risiko für marine Ökosysteme, Sedimente und Böden nicht abgeschätzt werden. Hier bestehen nach wie vor große Wissenslücken.
  • Nachdem der Kenntnisstand über das Ausmaß der Verwendung von Nanomaterialien in Konsumprodukten sehr limitiert ist, wurde in Dänemark ein Nano-Produktregister etabliert. Mit Ende August 2015 erfolgten nur 117 Registrierungen von 8 Unternehmen. Befragte Unternehmen gaben an, dass es oft sehr schwierig sei, Informationen über Nanomaterialien in importierten Produkten zu erhalten. Diese Informationen werden entlang der Lieferkette oft nicht weitergegeben.

"Better control of nanomaterials"

Endbericht des Projekts der dänischen Umweltbehörde (2015) (engl.)

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"Better control of nanomaterials"

Summary of the 4-year Danish initiative on nanomaterials (The Danish Environmental Protection Agency, 2015)

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