Empfehlung des SCCS: Nanomaterialien sollten in kosmetischen Sprays nicht verwendet werden

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Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbraucherschutz (SCCS) der Europäischen Kommission empfiehlt Carbon Black und die Nanoformen von Titandioxid und Zinkoxid nicht in kosmetischen Sprays zu verwenden, da ein Gesundheitsrisiko bestehen kann, wenn Nanopartikel eingeatmet werden.

Carbon Black, der Industrieruß, wird in Kosmetika als schwarzer Farbstoff eingesetzt, nanopartikuläres Titandioxid und Zinkoxid finden Verwendung als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln und Hautcremes. Diese Nanomaterialien werden vom SCCS als sicher für eine Verwendung in Kosmetika eingestuft, allerdings wird ein Einsatz in Sprayprodukten als ungeeignet eingeschätzt, da Sicherheitsbedenken bestehen, wenn Nanopartikel eingeatmet werden.

Der Zusammenhang zwischen einer inhalativen Exposition mit Schwebeteilchen in der Luft (z.B. Feinstaub aus dem Straßenverkehr) und Erkrankungen der Atmungsorgane bzw. des Herz-Kreislauf-Systems sind seit langem bekannt. Kosmetische Sprays mit Treibgas oder Pumpe setzen feinste Teilchen oder Tröpfchen frei, die inhaliert werden können. Insbesondere bei den sehr kleinen Nanopartikeln besteht die Gefahr, dass diese tief in die Lunge eindringen, über das Lungenepithel in den Blutkreislauf übergehen und möglicherweise in andere Organe gelangen können. Aus diesen Gründen empfiehlt der SCCS diese Nanomaterialien nicht in kosmetischen Sprays zu verwenden.