Kennzeichnung

Kennzeichnung

Eine verpflichtende Kennzeichnung von unlöslichen, nicht biologisch abbaubaren Nanomaterialien in kosmetischen Mitteln ist ab 2013 in der Europäischen Union gesetzlich vorgeschrieben. Nanomaterialien in Lebensmitteln müssen nach der EU-Verordnung betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel in Zukunft ebenfalls gekennzeichnet werden (siehe dazu auch Rubrik "Rechtliches" - "Kosmetika" bzw. "Lebensmittel").

Umwelt- und Verbraucherorganisationen fordern seit langem eine verbindliche Kennzeichnung von "Nano-Produkten", damit die VerbraucherInnen eine bewusste Kaufentscheidung treffen können. Da es jedoch so viele unterschiedliche "Nano-Produkte" gibt - von der Oberflächenbeschichtung bis zum Mobiltelefon erscheint eine einheitliche Nano-Kennzeichnung nicht sinnvoll und würde möglicherweise für mehr Verwirrung sorgen als Nutzen bringen. Für jede einzelne Produktgruppe muss deshalb die Sinnhaftigkeit und Möglichkeit einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht geprüft werden. Das Europäische Parlament hat sich in den letzten Jahren sehr dafür eingesetzt, dass dem Verbraucherwunsch nach Kennzeichnung von "Nano-Produkten" entsprochen wird.

Freiwillige und verpflichtende Nano-Kennzeichnung

Überblick über die Debatte zu Nano-Kennzeichnungen, freiwillige Initiativen und nanorelevante Kennzeichnungspflichten im EU-Recht bietet das NanoTrust Dossier, Nr. 31-2 (Mai 2013):

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