Maßnahmenschwerpunkte des ÖNAP

  • Die Nanotechnologie kann neue Chancen für viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche eröffnen. Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologie sind vielfältig und reichen von der Elektronik- und Fahrzeugtechnologie bis hin zu Konsumprodukten und Umwelttechnologie. Diese Chancen will Österreich verstärkt nutzen und so seine Stellung als "High-Tech-Standort" ausbauen. Es wird davon ausgegangen, dass Österreich vor allem in den Bereichen Sensorik, Elektronik, Materialwissenschaften, bei chemischen Produkten (wie beispielsweise Lacken) sowie in der Umwelttechnik besondere Stärken und Potenziale aufweist.

  • Um langfristig und nachhaltig von den Chancen der Nanotechnologie profitieren zu können, ist die Sicherung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt und die menschliche Gesundheit eine wesentliche Bedingung. Österreich möchte daher zur Schließung von Wissenslücken im Bereich der Sicherheitsbewertung der Nanotechnologie beitragen. Dafür wurde ein eigenes Forschungsprogramm (EHS-Programm) auf die Beine gestellt (EHS = Environment and Health Safety = Umwelt und Gesundheits-Sicherheit).

  • Der dritte Schwerpunkt ist die verstärkte Zusammenarbeit aller in Österreich mit Nanotechnologie befassten Stellen (beispielsweise verschiedene Ministerien, Forschungseinrichtungen, Betriebe, Nichtregierungs-organisationen etc.) sowie die internationale Vernetzung. So soll sichergestellt werden, dass alle bestmöglich ihr Wissen miteinander teilen und zusammenarbeiten. Umfragen haben gezeigt, dass rund 50 % der ÖsterreicherInnen mit dem Begriff Nanotechnologie wenig anfangen können. Gleichzeitig haben rund 40 % der Bevölkerung bereits aktiv nach Informationen über Nanotechnologie gesucht (z.B. im Internet). Der Österreichische Aktionsplan enthält daher auch Maßnahmen für eine verstärkte Information der Bevölkerung über Nanotechnologie (z.B Erstellung der Informationswebsite, die Sie gerade lesen, Informationskampagnen in Schulen, usw.).